In loser Folge stellen wir TT-Abteilungsmitglieder vor...den Anfang macht Andreas Escher...viel Spass...

 

Team 1. Herren

Spielklasse: Regionalliga Nord

Funktion im Verein: Jugendtrainer

Größter Erfolg: 12. Platz beim DTTB Top 16 Herren/ 3. Runde DM (letzte 32) Herren

 

Schläger/Beläge: Stiga Legend Holz / Victas Beläge

Lieblings/Paradeschlag: VH Gegentop parallel

 

Hallo Andreas, wie, wann und wo bist Du zum ersten Mal mit dem TT-Sport in Berührung gekommen ?

 

Im Hallenbad hat mein Vater mit mir gespielt, da war ich 4 Jahre. Damals war ein alter Mann auch immer dort. Ich bin vor Jahren wieder in diesem Hallenbad gewesen, der alte Mann war (30 Jahre später) wieder da, unglaublich.

 

Du warst in der Jugend im Schülerbereich in Deutschland´s Spitze und gegen Dich mussten so bekannte Namen wie die späteren deutschen Nationalspieler Timo Boll (!), Steffen Mengel und Ruwen Filus auch mal gratulieren… Was ist dann schief gelaufen… grins…?

 

Danke für die Blumen, aber ich war NIE deutsche Spitze (das gilt übrigens auch für viele andere, die das gerne mal behaupten nach dem Motto: «Früher…😊)

Die Geschichte gegen Boll (wir waren beide 11 Jahre) war im Nachhinein sehr witzig. Ich hatte in der Gruppe gegen ihn gewonnen, aber gegen den anderen verloren (ich glaube das war Thomas Brosig) und war dann raus. Boll hatte das Turnier dann gewonnen und kam (er war damals ein bisschen pummelig) nach dem Turnier zu mir und sagte: «Ich hab nur gegen Dich verloren, alle anderen habe ich geschlagen». Bevor ich antworten konnte, hatte er sich sofort umgedreht und ist gegangen. Ich dachte nur: Was ist denn das für ein Typ ??? 😊 Heute ist er ein unglaublicher Spieler und ich umlaufe meine Rückhand, so kanns gehen 😉

 

Warum es nicht gereicht hat: Ich war einfach nicht zielstrebig genug. Habe zu oft links und rechts geschaut, war mental nicht hart genug, Spass war mir wichtiger als der maximale Erfolg. Ich war zwar fleissig, aber nicht clever genug. Ausserdem wäre ich durchgedreht, wenn nur TT. Kurzum: Ich war einfach nicht aus dem Stoff gemacht aus dem Profis sind – Ich war einfach nicht gut genug, alles andere wären Ausreden.

 

Welche Vereine waren die nächsten Stationen und in welchen Spielklassen hast Du dann im Erwachsenenbereich überwiegend gespielt ?

 

1985 – 2004: TS Steinheim – alles bis Oberliga

2004/2005 TV 98 Seckenheim 2. Bundesliga

2006 – 2009: TSG Steinheim Oberliga, Regionalliga und 2 Jahre 2. Liga

2010 – 2014: DJK Sportbund Stuttgart Regionalliga und  2 Jahre 2 Liga

2015 – 2018: Kornwestheim: Verbandsklasse bis Regionalliga

 

 Was war dein größter sportlicher Erfolg in der Mannschaft (neben der Oberligameisterschaft mit der 2. Herren) und solo ?

Mannschaft:

Universität Stuttgart: Deutscher Meister und 3. Platz Europameisterschaften

DJK Sportbund Stuttgart: 6. Platz 2. Bundesliga in 2010/2011 mit 5 Kumpels und dem niedrigsten Mannschaftsetat in der gesamten 2. Liga.

Solo:

12. Platz beim DTTB Top 16 Herren / 3. Runde DM (letzte 32) Herren / 1/8 Finale Studenten EM

 

 

Du engagierst Dich auch schon jahrelang im Behindertensport. Wie ist es dazu gekommen und was waren hier die schönsten Erlebnisse ?

 

Ich hatte 2008 während meines Studiums einen 400 Euro Job gesucht und die haben mich damals in Stuttgart einfach genommen. Der Behindertensport ist wie ein positiver Virus, sehr sehr spannend und extrem vielseitig.

Vor knapp 8 Jahren war ich Projektleiter für HANDICAP MACHT SCHULE – wir haben Blindenfußball und Rollstuhlbasketball an Regelschulen mit Kindern ohne Behinderung durchgeführt. Das Projekt ging damals „durch die Decke“ – das war toll. Gerade wie junge Kinder (4. Klasse) mit dem Thema Behinderung umgehen, war herzergreifend schön und ehrlich. Ein Kind hatte damals unsere Rollstuhlbasketballtrainer gefragt ob er denn auch nachts in seinem Rollstuhl schlafen würde…

Als Co-Trainer im Para Tischtennis durfte ich von 2011 bis 2017 durch die Welt fliegen, Highlight waren die Paralympics 2016 in Rio als ich der Trainer von Stephanie Grebe war und sie Silber gewann.

Prägend war auch die Ausbildung ganz junger Spieler. Damals habe ich verstanden welche Schlüsselrolle man als Trainer bei der Entwicklung der Persönlichkeit der Heranwachsenden hat – das war einerseits toll, aber auch beängstigend zu sehen welche Verantwortung man trägt, da man sehr viel Einfluss hat.

 

Irgendwann zog es Dich dann in den Norden…wie gefällt es Dir beim SV Siek und warum schaffst Du es immer gut gelaunt zu sein ?

 

Mir gefällt es sehr gut hier – weil es vom Niveau und menschlich für mich passt. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich hier Tischtennis spielen darf. Ich versuche es einfach zu genießen. Viele Menschen werden nie auf diesem Niveau spielen und in Siek wurde ich dazu auch noch so warmherzig empfangen – ich bin einfach dankbar das tun zu können was mir Spass bereitet. Erfolg und Spass sind eng verwandt und dafür ist man in erster Linie erstmal selbst verantwortlich.

 

Du agierst jetzt auch in Siek als Jugendtrainer und trainierst mit der Leistungsgruppe. Erste Eindrücke ?

 

Ich wurde in Baden-Württemberg «sozialisiert» - die Leistungssportstrukturen im Tischtennis sind  in Schleswig-Holstein viel weniger ausgebildet – das ist für mich eine andere Welt.

Die Jungs mit denen ich trainiere sind anständig und auf einem richtig guten Weg. Es bereitet mir extrem viel Freude mit denen arbeiten zu dürfen, weil sie auch wirklich richtig reinhauen und besser werden wollen. Es geht jedoch noch einiges mehr. Das Wichtigste ist, dass wir als Verein schauen, dass wir sukzessive gute Trainer ausbilden. Wir brauchen mehr Trainer wie bspw. Till Rahberger und Stefan Zilz, die sowohl Köpfchen als auch Herz ins Training bringen und ihr eigenes Ego unter Kontrolle haben. Dann werden mehr Jugendliche kommen und das Niveau wird steigen.

 

Zur neuen Saison wird Siek´s TT-Legende Wang Yansheng dein Teamkollege. Wie war deine erste Reaktion und wie stehst Du zur „kleinen“ Neuausrichtung der TT-Abteilung ? (wir berichteten…)


Ich habe mich für den Verein sehr gefreut, weil Wang`s Rückkehr ein klares Zeichen ist, dass Siek ein verdammt guter Verein ist. Ich finde die Neuausrichtung gut, weil es in erster Linie darum geht, dass man den Großteil der Spieler im Training hat, dass Zuschauer zu den Spielen kommen und dass die Abteilung dahinter steht. Deswegen finde ich die Neuausrichtung für den Verein ehrlicher und gesünder.

Persönlich ist es für mich etwas Tolles mit Wangi spielen zu dürfen. Ich kenne ihn kaum. Ich weiß nur, dass er mal Weltklasse war, in Siek eine Legende ist und er ein bodenständiger Typ ist - darauf freue ich mich.

 

Hast Du weitere Hobbys, Interessen abseits des TT-Sports ?

 

Ja ich spiele Racketlon, sollte mal wieder surfen gehen, reise gern und habe großes Interesse an der Frage ob es so etwas wie Talent überhaupt gibt. Das Thema Kommunikation generell  – das was zwischen zwei Menschen passiert.

 

Über welchen Mitspieler sollen wir als Nächstes berichten und warum ?

   

Malte Ilemann. Warum? Er spielt mit voller Leidenschaft im Training, sagt ehrlich seine Meinung und engagiert sich ehrenamtlich im Verein ohne sich profilieren zu möchten. Auch wenn ich bestimmt nicht immer seiner Meinung bin – solche Typen braucht ein Verein.

 

Vielen Dank Andreas !

 

 

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